Sakramente

Sakramente bei Herz Jesu Wiedikon

Gott begleitet uns durchs Leben

Das Leben besteht aus vielen besonderen Momenten. Es gibt Zeiten voller Freude und Hoffnung, aber auch Phasen der Unsicherheit, des Abschieds oder des Neuanfangs. Manche Augenblicke verändern unser Leben nachhaltig: die Geburt eines Kindes, das Versprechen zweier Menschen, gemeinsam durchs Leben zu gehen, der Wunsch nach einem neuen Anfang, eine schwere Krankheit oder der Abschied von einem geliebten Menschen.

Gerade an solchen Wendepunkten sehnen sich viele Menschen nach etwas, das trägt. Nach Worten, die Hoffnung schenken. Nach Zeichen, die mehr ausdrücken können als das, was sich mit Worten sagen lässt. Nach einem Segen, der spüren lässt: Sie sind nicht allein. Gott geht Ihren Weg mit.

Die katholische Kirche kennt dafür einen reichen Schatz an Ritualen und Segensfeiern. Im Mittelpunkt stehen die sieben Sakramente. Sie sind sichtbare Zeichen der Nähe Gottes. Sie machen erfahrbar, was oft unsichtbar bleibt: Gottes Liebe, seine Treue und seine Begleitung durch alle Lebensphasen hindurch. Die Sakramente erinnern nicht nur an Gott – sie sind Begegnungen mit ihm. Sie laden ein, sich von seiner Liebe stärken, trösten und ermutigen zu lassen.

Als Pfarrei Herz Jesu Wiedikon möchten wir Menschen auf ihrem Lebensweg begleiten – unabhängig davon, ob sie schon lange mit der Kirche verbunden sind oder sich ihr erst wieder annähern möchten. Jede Lebensgeschichte ist einzigartig. Deshalb nehmen wir uns Zeit für Ihre Fragen, Ihre Wünsche und Ihre persönliche Situation. Wir freuen uns darauf, Sie kennenzulernen und gemeinsam mit Ihnen zu überlegen, wie ein Sakrament oder eine Segensfeier gestaltet werden kann.

Was sind Sakramente?

Das Wort Sakrament bedeutet «heiliges Zeichen». Sakramente sind sichtbare Handlungen, durch die Gott den Menschen seine Nähe und Liebe schenkt. Sie verbinden ein konkretes Zeichen – zum Beispiel Wasser, Brot, Wein oder Öl – mit Gottes Zusage, dass er den Menschen begleitet und stärkt.

Die Kirche glaubt, dass Gott den Menschen nicht fern ist. Er begegnet uns mitten im Leben – in der Freude ebenso wie in der Trauer, in Zeiten des Aufbruchs ebenso wie in Zeiten der Krankheit oder des Abschieds. Die Sakramente machen diese Gegenwart Gottes erfahrbar. Sie schenken Kraft, Hoffnung und Vertrauen und erinnern daran, dass kein Mensch seinen Lebensweg allein gehen muss.

Jedes Sakrament begleitet einen bestimmten Abschnitt oder eine besondere Situation des Lebens. Zusammen bilden sie einen Weg, auf dem Gott den Menschen von der Geburt bis ins hohe Alter begleitet.

Warum gibt es sieben Sakramente?

Die katholische Kirche kennt sieben Sakramente. Diese Zahl ist kein Zufall. Seit den Anfängen des Christentums gilt die Sieben als Zahl der Fülle.

Die Drei erinnert an Gott – Vater, Sohn und Heiliger Geist. Die Vier steht für die Welt, in der wir leben: die vier Himmelsrichtungen, die vier Jahreszeiten oder die vier Elemente. Zusammen ergeben sie die Sieben. Sie ist ein Zeichen dafür, dass Gott und Mensch miteinander verbunden sind. Gott möchte mitten in unserer Welt gegenwärtig sein und das Leben der Menschen begleiten.

Die sieben Sakramente auf einen Blick

Die Taufe – Willkommen in der Familie Gottes,

Die Taufe – Willkommen in Gottes Familie
Mit der Taufe beginnt der Weg des Glaubens. Ein Mensch wird mit Wasser getauft und in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen. Gleichzeitig spricht Gott ihm seine bedingungslose Liebe zu. Die Taufe erinnert daran, dass jeder Mensch einzigartig und von Gott gewollt ist.
Kinder können ebenso getauft werden wie Jugendliche oder Erwachsene. Die Taufe ist immer ein Fest des Lebens und der Hoffnung.

Die Eucharistie – Gemeinschaft mit Christus

Die Eucharistie ist das Herz des katholischen Glaubens. Jesus schenkt sich den Menschen in den Zeichen von Brot und Wein und lädt sie immer wieder an seinen Tisch ein.
Bei der Erstkommunion empfangen Kinder zum ersten Mal die heilige Kommunion. Sie entdecken dabei, dass der Glaube nicht nur etwas ist, woran man denkt, sondern etwas, das man gemeinsam lebt und feiert. Die Eucharistie verbindet Menschen mit Christus und untereinander.

Die Firmung – Gestärkt für den eigenen Weg

Mit der Firmung bekräftigen Jugendliche oder Erwachsene bewusst ihr Ja zum Glauben. Gleichzeitig empfangen sie den Heiligen Geist, der sie stärkt und ermutigt.
Die Firmung lädt dazu ein, den eigenen Lebensweg verantwortlich zu gestalten und den Glauben nicht nur zu übernehmen, sondern persönlich zu entdecken und zu leben.

Die Versöhnung – Neu anfangen dürfen

Jeder Mensch macht Fehler. Niemand lebt vollkommen. Manchmal verletzen wir andere oder bleiben hinter unseren eigenen Erwartungen zurück. Schuld kann belasten und Beziehungen erschweren.
Im Sakrament der Versöhnung dürfen Menschen erfahren, dass Gott immer bereit ist zu vergeben. Im vertrauensvollen Gespräch mit einem Priester können Belastendes ausgesprochen und neue Wege begonnen werden. Gottes Vergebung eröffnet einen Neuanfang.

Die Krankensalbung – Hoffnung und Stärkung

Krankheit verändert vieles. Sie wirft Fragen auf und fordert Körper, Seele und Angehörige heraus.
Die Krankensalbung möchte Menschen in schwierigen Zeiten stärken. Sie ist kein Sakrament nur für die letzten Stunden des Lebens. Vielmehr schenkt sie Gottes Nähe bei schwerer Krankheit, vor einer Operation oder überall dort, wo Menschen Trost, Kraft und Zuversicht brauchen.

Die Trauung – Gemeinsam unter Gottes Segen

Wenn zwei Menschen einander ihre Liebe versprechen, beginnt ein neuer gemeinsamer Lebensabschnitt.
In der kirchlichen Trauung stellen sie ihre Beziehung unter den Segen Gottes. Sie versprechen einander Liebe und Treue und vertrauen darauf, dass Gott sie auf ihrem gemeinsamen Weg begleitet – in glücklichen ebenso wie in herausfordernden Zeiten.
Auch Ehejubiläen wie Silber- oder Goldene Hochzeit können Anlass sein, Gott für den gemeinsamen Lebensweg zu danken und sich erneut seinen Segen zusprechen zu lassen.

Die Weihe – Berufung zum Dienst

Manche Menschen spüren den Wunsch, ihr Leben in besonderer Weise in den Dienst Gottes und der Kirche zu stellen.
Durch die Weihe werden Männer zu Diakonen oder Priestern geweiht. Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Berufungen und Dienste in der Kirche, in denen Frauen und Männer ihre Begabungen einbringen und Verantwortung übernehmen. Jede Berufung beginnt mit der Frage: «Wozu ruft Gott mich?»

Mehr als sieben Sakramente

Nicht jede wichtige Lebenssituation ist mit einem Sakrament verbunden. Deshalb kennt die Kirche zahlreiche weitere Segensfeiern und Rituale.

Eltern können ihr neugeborenes Kind segnen lassen, auch wenn sie sich mit der Taufe noch Zeit lassen möchten. Paare können ein Ehejubiläum feiern und ihren gemeinsamen Weg unter Gottes Segen stellen. Menschen bitten um einen Reisesegen, einen Segen für ihre Wohnung oder für einen neuen Lebensabschnitt. Auch im Abschied von einem verstorbenen Menschen schenken die Rituale der Kirche Trost und Hoffnung.

Rituale helfen, das Leben bewusst wahrzunehmen. Sie geben Freude Ausdruck, tragen in schweren Zeiten und erinnern daran, dass Gott den Menschen auf allen Wegen begleitet.

Wir begleiten Sie gerne

Vielleicht denken Sie darüber nach, Ihr Kind taufen zu lassen. Vielleicht möchten Sie kirchlich heiraten oder sich firmen lassen. Vielleicht wünschen Sie sich in einer schwierigen Lebensphase ein Gespräch, einen Segen oder die Krankensalbung. Oder Sie haben Fragen zum Glauben und wissen noch nicht genau, welcher Schritt für Sie der richtige ist.

Ganz gleich, was Sie zu uns führt: Sie sind herzlich willkommen.

Das Seelsorgeteam der Pfarrei Herz Jesu Wiedikon nimmt sich gerne Zeit für Sie. Gemeinsam suchen wir nach einem Weg, der zu Ihrer persönlichen Situation passt. Wir freuen uns darauf, Sie kennenzulernen und Sie auf Ihrem Lebensweg begleiten zu dürfen.

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