Eucharistie

Eucharistie in Herz Jesu Wiedikon

Jesus lädt uns an seinen Tisch ein

Es gibt Momente, die Menschen miteinander verbinden. Oft geschieht das ganz unscheinbar – bei einem gemeinsamen Essen. Familien versammeln sich am Tisch, Freundinnen und Freunde feiern miteinander, wichtige Gespräche finden bei Brot und Wein statt. Wer miteinander isst, teilt nicht nur Nahrung, sondern auch Leben.

Genau dieses Zeichen hat Jesus gewählt.

Am Abend vor seinem Tod versammelte er seine Jünger zu einem gemeinsamen Mahl. Er nahm Brot in seine Hände, dankte Gott, brach das Brot und gab es ihnen mit den Worten:

«Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.»

Dann reichte er ihnen den Kelch mit Wein und sagte:

«Das ist mein Blut des Bundes, das für euch vergossen wird.»

Seit fast zweitausend Jahren feiern Christinnen und Christen dieses Mahl immer wieder neu. Sie glauben: Jesus ist auch heute mitten unter ihnen gegenwärtig. Nicht nur in der Erinnerung, sondern wirklich – in den Zeichen von Brot und Wein.

Diese Feier nennt die Kirche Eucharistie. Das Wort stammt aus dem Griechischen und bedeutet Danksagung. In jeder Eucharistie danken wir Gott für das Geschenk des Lebens, für seine Liebe und für die Hoffnung, die Jesus Christus schenkt.

Die Eucharistie ist deshalb weit mehr als ein Gottesdienst. Sie ist die Mitte des christlichen Lebens. Das Zweite Vatikanische Konzil nennt sie «Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens». Von ihr geht Kraft aus, und auf sie läuft alles zu.

Warum ist die Eucharistie so wichtig?

Jede und jeder kennt Zeiten, in denen das Leben gelingt. Ebenso kennen wir Momente der Sorge, des Zweifels oder der Erschöpfung. Wir freuen uns über Erfolge und leiden an Enttäuschungen. Manchmal fühlen wir uns getragen, manchmal allein.

Die Eucharistie erinnert uns daran, dass Gott unser Leben mit uns teilt.

Jesus bleibt nicht auf Distanz. Er begegnet den Menschen dort, wo sie leben. Er kennt Freude und Leid, Hoffnung und Angst. In der Eucharistie schenkt er sich selbst und lädt alle ein, aus dieser Gemeinschaft Kraft zu schöpfen.

Wer die Kommunion empfängt, sagt damit nicht nur Ja zu Christus. Gleichzeitig wächst auch die Gemeinschaft untereinander. Niemand glaubt allein. Kirche lebt davon, dass Menschen miteinander unterwegs sind, füreinander beten und einander tragen.

Die Eucharistie verbindet Himmel und Erde, Gott und Mensch sowie Menschen untereinander.

Das letzte Abendmahl – der Ursprung der Eucharistie

Die Eucharistie geht auf das letzte Mahl Jesu mit seinen Jüngern zurück.Am Abend vor seiner Verhaftung feierte Jesus das jüdische Paschamahl. Während dieses Mahls gab er Brot und Wein eine neue Bedeutung. Er machte deutlich, dass sein Leben ganz für die Menschen bestimmt ist.

Seitdem feiern Christinnen und Christen dieses Mahl immer wieder in seinem Auftrag:

«Tut dies zu meinem Gedächtnis.»

Dabei geht es nicht nur darum, sich an Jesus zu erinnern. Die Kirche glaubt, dass Christus in jeder Eucharistiefeier selbst gegenwärtig ist und den Menschen begegnet.

Was geschieht in der Eucharistie?

Von aussen betrachtet wirkt eine Messe vertraut: Menschen kommen zusammen, hören biblische Texte, beten, singen und teilen Brot und Wein.

Für Christinnen und Christen geschieht jedoch noch mehr.

Während des Eucharistischen Hochgebets bittet die Gemeinde den Heiligen Geist, Brot und Wein zu verwandeln. Nach katholischem Glauben werden sie zum Leib und Blut Christi.

Das äussere Aussehen bleibt gleich. Doch ihre tiefste Wirklichkeit verändert sich. Christus schenkt sich seiner Gemeinde selbst und bleibt auf besondere Weise gegenwärtig.

Dieses Geheimnis lässt sich nicht vollständig erklären. Es will gefeiert und geglaubt werden.

Was bedeutet die Kommunion?

Das Wort Kommunion stammt vom lateinischen communio und bedeutet Gemeinschaft.

Wer die heilige Kommunion empfängt, tritt in eine besonders enge Gemeinschaft mit Jesus Christus ein. Gleichzeitig wächst die Verbundenheit mit allen Menschen, die an ihn glauben.

Die Kommunion ist deshalb niemals nur eine persönliche Angelegenheit. Sie verbindet Menschen miteinander und erinnert daran, dass wir Verantwortung füreinander tragen.

Jedes Mal, wenn wir die Kommunion empfangen, hören wir die Worte:

«Der Leib Christi.»

Mit dem Antwortwort «Amen» bekennen wir unseren Glauben und nehmen diese Einladung an.

Die Sonntagsmesse – Woche für Woche Kraft schöpfen

Der Sonntag ist für Christinnen und Christen seit den Anfängen der Kirche ein besonderer Tag.

An diesem Tag versammelt sich die Gemeinde, hört Gottes Wort und feiert die Eucharistie.

Der Sonntagsgottesdienst ist keine Pflichtübung, sondern eine Einladung. Er unterbricht den Alltag und erinnert daran, dass unser Leben mehr ist als Arbeit, Termine und Verpflichtungen.

Viele Menschen erleben die Messe als einen Ort der Ruhe. Andere schöpfen neue Hoffnung oder finden Trost. Manche kommen mit Dankbarkeit, andere mit offenen Fragen. Gott empfängt alle.

Die Erstkommunion – ein grosser Schritt auf dem Glaubensweg

Für viele Kinder ist die Erstkommunion einer der schönsten Tage ihrer Kindheit.

In der katholischen Kirche empfangen sie zum ersten Mal die heilige Kommunion und nehmen damit bewusst an der Eucharistie teil.

In der Pfarrei Herz Jesu Wiedikon werden Kinder in der Regel während der 3. Klasse auf die Erstkommunion vorbereitet. Diese Altersstufe hat sich bewährt, weil Kinder nun zunehmend verstehen können, welche Bedeutung Brot und Wein im christlichen Glauben haben. Die Erstkommunion wird jeweils einige Wochen nach Ostern gefeiert und ist ein Fest für die ganze Familie und die Pfarrei.

Während der Vorbereitungszeit lernen die Kinder Jesus und seine Botschaft besser kennen. Sie entdecken, was Gemeinschaft bedeutet, feiern Gottesdienste miteinander und erfahren, dass Glaube etwas mit ihrem eigenen Leben zu tun hat.

Dabei geht es nicht darum, möglichst viel Wissen auswendig zu lernen. Viel wichtiger ist, dass Kinder erleben dürfen: Gott liebt mich. Ich bin Teil einer Gemeinschaft. Jesus möchte mich auf meinem Lebensweg begleiten.

Die Erstkommunion ist deshalb nicht das Ende der Vorbereitung, sondern der Beginn eines bewussteren Glaubensweges.

Was ist, wenn mein Kind älter ist?

Nicht alle Kinder werden in der 3. Klasse zur Erstkommunion angemeldet. Manche Familien ziehen später nach Zürich, andere entdecken den Glauben erst zu einem späteren Zeitpunkt.

Auch ältere Kinder und Jugendliche können selbstverständlich die Erstkommunion empfangen.

Wenn Ihr Kind bereits getauft ist und Sie den Wunsch haben, dass es zur Erstkommunion geht, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme. Gemeinsam suchen wir nach einem passenden Vorbereitungsweg.

Kann ich als Erwachsene oder Erwachsener die Kommunion empfangen?

Ja.

Vielleicht wurden Sie als Kind getauft, haben aber nie die Erstkommunion gefeiert. Vielleicht entdecken Sie den Glauben erst jetzt oder möchten nach vielen Jahren wieder bewusster am kirchlichen Leben teilnehmen.

Ganz gleich, wie Ihr Weg bisher verlaufen ist: Wir begleiten Sie gerne.

In persönlichen Gesprächen bereiten wir Erwachsene individuell auf den Empfang der Erstkommunion vor.

Gut zu wissen

Ich war schon lange nicht mehr in der Kirche. Darf ich trotzdem kommen?

Ja – selbstverständlich.

Sie müssen nichts nachholen und nichts beweisen. Vielleicht kennen Sie viele Abläufe nicht mehr oder fühlen sich unsicher.

Das geht vielen Menschen so.

Sie sind jederzeit herzlich willkommen. Niemand erwartet, dass Sie alles wissen oder alles richtig machen. Der wichtigste Schritt ist oft einfach, wieder zur Tür hereinzukommen.

Muss ich katholisch sein, um die Kommunion zu empfangen?

Die Eucharistie ist Ausdruck der vollen Gemeinschaft mit der katholischen Kirche. Deshalb ist der Empfang der heiligen Kommunion grundsätzlich katholischen Christinnen und Christen vorbehalten.

Wenn Sie einer anderen christlichen Kirche angehören oder Fragen dazu haben, sprechen Sie uns gerne an. Wir nehmen uns Zeit für das persönliche Gespräch.

Hauskommunion – wenn der Weg in die Kirche nicht mehr möglich ist

Manchmal wird der Weg in die Kirche durch Krankheit, Alter oder eine Behinderung schwierig oder unmöglich.

Das bedeutet jedoch nicht, dass die Verbindung zur Gemeinde endet.

Auf Wunsch bringen Seelsorgende oder beauftragte Kommunionhelferinnen und Kommunionhelfer die heilige Kommunion zu Ihnen nach Hause oder in eine Pflegeeinrichtung. So bleibt die Gemeinschaft mit Christus und der Pfarrei auch in dieser Lebensphase lebendig.

Wenn Sie selbst oder eine angehörige Person die Hauskommunion wünschen, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme.

Wir begleiten Sie gerne

Die Eucharistie ist das Herz unseres Glaubens. Sie erinnert uns daran, dass Christus mitten unter uns lebt und uns immer wieder an seinen Tisch einlädt.

Ob Sie Ihr Kind zur Erstkommunion anmelden möchten, selbst den Wunsch nach der Kommunion verspüren oder Fragen zum Glauben haben – wir begleiten Sie gerne auf Ihrem Weg.

Das Seelsorgeteam der Pfarrei Herz Jesu Wiedikon freut sich darauf, Sie kennenzulernen und mit Ihnen gemeinsam die Freude an der Eucharistie zu entdecken.

Sie möchten mehr erfahren?

Schreiben Sie uns!

Kontaktdaten:

Gertrudstrasse 59
8003 Zürich

Tel: 044 454 81 11
Fax: 044 454 81 10

E-Mail: herzjesu.wiedikon@zh.kath.ch

Öffnungszeiten Pfarreisekretariat:

Montag 14.00 – 17.00 Uhr
Dienstag bis Donnerstag 9.00 – 12.00 Uhr l 14.00 – 17.00 Uhr
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